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“Volksbadvergnügen”

Badespaß durch drei Epochen

Wenn Wasser Geschichten erzählt, wird jede Bahn zur Erinnerung.
Volksbadvergnügen nimmt dich mit auf eine Zeitreise in drei Kapiteln.

drei Zeitsprünge - ein ewiges Kribbeln vor dem Sprung ins Wasser.
Jedes Bild dieser Serie ist ein Portal: Es öffnet Erinnerungsschubladen, lässt Chlor, Sonne und Sehnsucht hochsteigen - und macht unbändige Lust, sofort wieder Bahnen zu ziehen.

Drei Zeitreisen in Chlorblau und Sonnengold - ein Hoch auf Badespaß und pure Lebensfreude.

Wasser glitzert, Lachen hallt, Erinnerungen spritzen wie Gischt -Volksbadvergnügen vereint drei Bildserien, die zeigen, wie Schwimmen seit Generationen Herz und Sinne belebt. Keine schwere Botschaft nur die Einladung, deine Badehose zu greifen und gedanklich ins Becken zu springen.

Detail Acrylgemälde Explosion der Stille ,abstrakte Malerei – Sonia Gonze Nürnberg

So wurde
die Idee geboren:

Wie ein Sprung in einen endlos blauen Tag - so ist Volksbadvergnügen entstanden.

Stell dir vor: Die Sonne kitzelt die Schultern, irgendwo plärrt ein Transistorradio „Itsy Bitsy Teenie Weenie…“, das Chlor riecht nach Ferien – und in der Luft liegt das Versprechen, dass heute nur Lachen, Spritzen und Eistüten wichtig sind. Genau in diesen Sekunden sprang die Idee zur Serie aus dem Beckenrand der Fantasie:

  • „Los, ich springe jetzt!“ - Das Kribbeln vor dem Absprung, wenn Herzklopfen lauter ist als jede Badeordnung.

  • „Platz da, mehr Spaß passt rein!“ - Das Gefühl, dass Freude sich verdoppelt, sobald andere mitplatschen.

  • „Dieses Wasser trägt alles.“ - Der Moment, in dem Schwerelosigkeit jede Sorge wegspült.

Aus diesen Sprühfunken formten sich Farben, Figuren und Geschichten - mal nostalgisch wie ein 20-er-Jahre-Badekleid, mal knallig wie 60-er-Jahre-Badehauben, mal tiefblau modern wie heutige Unterwasserkameras.

Volksbadvergnügen ist damit eine Bilder-Poolparty: Sonnenblitz auf Wasseroberfläche, Echo von Freundengesang unter Hallendächern, das wohlig müde Gefühl nach hundert Bahnen. Ein visuelles Platsch! für alle, die sich an die pure Lust erinnern wollen, kopfüber ins Leben zu tauchen.

Ein Überblick über alle Werke dier Unterserie -

Schicksalhaftes Treffen im Volksbad

ca. 1925

Drei Gemälde · Plattenkamera-Flair & Jugendstil-Eleganz
Marianne tritt im schwarz-weiß gestreiften Badekleid durch die hohen Rundbögen. Johann und Friedrich flachsen um die Wette, das Wasser funkelt wie flüssiges Gold. Hier liegt prickelnde Aufbruchsstimmung in der Luft: erste Sommersprossen, ersten Flirts, erste Bahnen ohne Korsett.

Gefühl: Kribbeln vor dem Sprung · Glamour & Leichtfüßigkeit der „Goldenen Zwanziger“

Schicksalhaftes Treffen im Volksbad

Marianne trat an diesem Morgen aufgeregt aus der Straßenbahn. In ihrer Tasche lag sorgfältig gefaltet ihr neues gestreiftes Badekleid - ein gewagtes Stück für die Zeit, mit schmalen Trägern und einer betonten Taille. Heute wollte sie es zum ersten Mal im Volksbad tragen.

Als sie das imposante Gebäude betrat, war sie überwältigt von der Jugendstil-Architektur. Hohe Rundbögen, verschnörkelte Ornamente und das sanfte Echo von Wasser und Stimmen erfüllten die Halle. Sonnenstrahlen fielen durch große Fenster und ließen das Wasser wie flüssiges Gold schimmern. Sie konnte kaum fassen, wie prachtvoll es war.

„Ich wusste nicht, dass du auch hier bist“, sagte Johann vorwurfsvoll. „Das ist wohl ein glücklicher Zufall, nicht wahr?“ erwiderte Friedrich mit leuchtenden Augen. Johann war charmant und ungestüm, Friedrich hingegen zurückhaltend, aber tiefgründig. Beide Männer sahen Marianne an, als müssten sie sich nun entscheiden, wem sie ihre Aufmerksamkeit schenken würde.

Ihre Gedanken wirbelten durcheinander. Eine seltsame Unruhe breitete sich in ihr aus. So hatte sie sich den Tag nicht vorgestellt.

Sie war immer noch verwirrt, da hörte sie das Geräusch einer Platten-Kamera, das die Spannung und die Schönheit der Szenerie einfing. Diese Momentaufnahme wurde für immer festgehalten - voller Ungewissheit und der Frage, welchen Weg sie wählen sollte.

Manchmal bringt das Leben uns an unerwartete Orte, wo Entscheidungen und Erinnerungen aufeinanderprallen. Wie würdest Du an Mariannes Stelle reagieren?

Ein Überblick über alle Werke dier Unterserie -

Badefreu(n)de · ca. 1960

Sechs Gemälde · Polaroid-bunte Lachsalven & Freibad-Soundtrack
Ein Sommertag, der nach Pommes und Sonnenmilch riecht. Hilde posiert im smaragdgrünen Bikini, Erwin sorgt für Fontänen-Alarm, Sigrun und Gisela meistern die Synchro-Arschbombe, Walter spielt den Bademeister, während Gerda in Tagträumen treibt. Alles vibriert - Farben, Freundschaften, Feriengefühle.

Gefühl: Rock ’n’ Roll im Schwimmbecken · Clique, Chlor, grenzenlose Freiheit

Badefreu(n)de

„Ein Nachmittag im Volksbad“

Es war einer dieser Sommertage, an denen die Luft flirrt und das Wasser schon von weitem ruft. Die Clique hatte sich verabredet, wie jedes Jahr, zum großen Wiedersehen im Volksbad.

Hilde war die Erste vor Ort. In ihrem smaragdgrünen Bikini, die rosa Perlenkette elegant über die Schulter geworfen, schwebte sie modisch über die Kacheln.

Erwin tauchte auf wie ein Orkan - laut lachend, in voller Schwimmer-Montur. Kaum war er drin, spritzte er wild in alle Richtungen und rief: „Der Letzte ist ein nasser Lappen!“

Sigrun und Gisela kamen Hand in Hand aus der Umkleide, ein Strahlen im Gesicht, als hätten sie den Sommer höchstpersönlich eingeladen. Sie sprangen gleichzeitig ins Wasser - ein synchrones Kunstwerk aus Leichtigkeit und Lebensfreude.

Walter, mit seiner Schwimmbrille auf der Stirn und einem Grinsen bis zu den Ohren, tat so, als wäre er der Bademeister. „Nicht rennen am Beckenrand!“, rief er, während er sich rückwärts ins Wasser fallen ließ.

Und dann war da Gerda, die sich langsam ins Wasser gleiten ließ. Ihre gelbe Badekappe leuchtete wie ein Sonnenhut, und ihr Lächeln verriet, dass sie schon mitten in einer Tagträumerei schwamm - vielleicht in einem alten Film, vielleicht in einem Gedicht.

Sie alle lachten, tobten, tauchten… und für ein paar Stunden war die Welt einfach nur leicht, chlorblau und voller Geschichten.

Ein Überblick über alle Werke dier Unterserie -

Die Stille der Tiefe · heute

Fünf Gemälde · Unterwasser-Kamera & Schimmer der Gegenwart
Leuchtendes Blau umhüllt Körper, die drehen, tauchen, schweben. Udo genießt das Loslassen, Malik durchbricht das Wasser auf dem Weg nach oben, Elin tanzt schwerelos, Jonah ruht im Aquamarin, Mia lässt Farben explodieren. Unter Wasser wird jede Bewegung ein stilles Fest - konzentrierte Freude, die rauscht wie Meeresmusik.

Gefühl: Schwerelos-Flow · innere Ruhe trifft Funkenflug

Die Stille der Tiefe - Eine Entdeckung im Volksbad
Als der Fotograf Leon A. das Volksbad betrat, wollte er mehr als nur schöne Unterwasserbilder. Er suchte das, was zwischen Atemzug und Stille liegt: echte Emotionen. Was er fand, waren fünf Geschichten.



*1. “I love the blues…” - Udo
Udo sprang mutig ins Wasser. In diesem Moment fühlte er nichts außer Loslassen - von Erwartungen, Lärm, Druck. Als er sank, dachte er: “Wenn es hier unten still ist, will ich bleiben.” Seine Bewegung war ein lautloses „Ja“ zur Melancholie. Ein stiller Tanz mit der Sehnsucht.



*2. “Der Aufstieg” - Malik
Malik stieß sich kraftvoll vom Boden ab. Er kämpfte mit einer Entscheidung, die ihn schon Wochen verfolgte. Im Aufstieg lag Hoffnung, aber auch Angst - was, wenn die Oberfläche keine Erleichterung bringt? Er sagte später, dieser Moment fühlte sich an wie “ein Fluchtversuch aus sich selbst.”



*3. “Der Tanz” - Elin
Elin war immer kontrolliert, durchgeplant bis sie im Wasser die Kontrolle verlor. Und plötzlich war das gut. Ihre Bewegungen wurden fließend, verspielt. Sie fühlte sich wie ein Kind, das das erste Mal tanzt, ohne dass jemand zusieht. Im Wasser war sie ganz sie selbst - ohne Maske.



*4. “Verloren und geborgen” - Jonah
Jonah schwebte fast bewegungslos. Er wirkte fremd in der blauen Tiefe, und doch angekommen. Sein Blick war still. „Ich war nie wirklich da“, sagte er später über sich selbst. In diesem Moment war er es, mehr denn je.



*5. “Explosion der Stille” - Mia
Mia war Feuer. Zu lange hatte sie geschwiegen, Dinge geschluckt. Unter Wasser konnte sie schreien, ohne Ton - und Leon hielt den Moment fest, in dem alles aus ihr herausbrach. Farben, Formen, Energie. „Endlich hab ich mich selbst gespürt.“ So beschrieb sie es.



Fünf Menschen, fünf Begegnungen mit sich selbst. Leon A. fing nicht nur Körper unter Wasser ein, sondern Seelen in Bewegung.