Fragil
Er ist unter dem Leistungsdruck zerbrochen. Jeder Riss in seinem Gesicht ist mit Gold gefüllt.
Vielleicht kennst du das
- Du hast immer geliefert. Mehr Verantwortung, mehr Tempo, und noch eine Aufgabe obendrauf.
- Bis eines Tages nichts mehr ging.
- Und statt Mitgefühl mit dir selbst kam die Scham, als hättest du versagt.
„Fragil“ zeigt diesen Moment und das, was danach heilen darf.
Jeder Riss zeigt, wie viel er getragen hat. Das Gold macht es sichtbar.
Ein junger Mann mit schmalem Gesicht vor einem dunklen Grund in Blaugrün und Schwarz. Sein Blick ist intensiv.
Sie liegen auf Stirn, Wange und Hals. Am dichtesten an Stirn und Schläfe, dort, wo der Druck sitzt.
Ein warmes Rot: die Scham, „versagt“ zu haben. Dabei hat er nur zu lange alles getragen.
Aus dem Atelier
Zuerst entsteht das Gesicht in vielen Schichten Öl, mit einer rissigen Oberfläche. Dann übermale ich es und lege seine Narben Stück für Stück wieder frei. Zuletzt fülle ich die Risse mit Gold, nach dem Vorbild von Kintsugi, der japanischen Kunst, Brüche mit Gold zu reparieren.


Bei seiner Sammlerin

„Die Präsenz im Raum ist so spürbar, dass ich dem Bild einen Namen geben muss. Dann beginne ich, mit ihm Gespräche zu führen.“
Margret, Sammlerin von „Fragil“
Zwei enge Freundinnen von Margret haben das Bild bei ihr gesehen. Die eine fand es toll. Die andere fragte: „Wie kann man sich sowas nur in die Wohnung hängen? Ein Gesicht voller Narben und Risse.“ Margret liebt ihr Bild, das „Paule“ heißt.
„Fragil“ lebt heute in ihrer Privatsammlung.
Werkdaten
Fragen, die oft kommen
Kann ich ein ähnliches Werk in Auftrag geben?
Ja. Schreib mir, was dich an „Fragil“ berührt. Jedes Bild bleibt ein Unikat, deshalb entsteht für dich ein eigenes Werk, im Gespräch mit dir.
Gibt es verfügbare Werke mit Gold?
Ja. In den Serien Einverstanden und Der Chor der Stimmen arbeite ich mit Öl und Gold. Dort findest du verfügbare Originale.
Mehr aus der Serie Verheilt
Jedes Bild gibt es nur einmal. In meinen Atelierbriefen siehst du neue Werke zuerst.